Hüftgelenksdysplasie (HD)
Ellenbogendysplasie (ED)
Entropium/Ektropium
Magendrehung
Hüftgelenksdysplasie (HD)
Bei der HD handelt es sich um eine Veränderung der Knochen des Hüftgelenks. Beim normalen Gelenk sitzt der Kugelförmige Oberschenkelkopf sozusagen paßgenau in der Wölbung der Hüftgelenkpfanne. Sind die Gelenkenflächen infolge einer Entwicklungsstörung verändert, dann passen sie nicht mehr exakt zueinander, das Gelenk wird instabil. Die Deformation führt zu einer in der Regel schmerzhaften Beeinträchtigung der Funktionsfähigkeit des Gelenks. Fast immer kommt es im laufe der Zeit zur Bildung einer Arthrose.
Da nur wenige der mit HD behafteten Hunde äußerliche Symtome (z.B. Lahmheit) zeigen, läßt sich die Krankheit entgegen angefertigten Röntgenbildes erstellen, wobei der Hund mindestens ein Jahr alt sein sollte. Die HD ist nicht heilbar. Ja nach Schwere des Zustandes eicht die Therapie von medikamentösen bis zu operativen Verfahren.
Die HD gehört zu den erblich veranlagten Krankheiten. Zu ihrer Bekämpfung wurde eine obligatorsche Röntgenuntersuchung eingeführt. Die Auswertung der Aufnahmen erfolgt nach einheitlichen Kriterien:
A..... kein Hinweis für HD
B..... Übergangsform/Grenzfall
C..... leichte HD
D..... mittlere HD
E..... schwere HD
Ellenbogendysplasie (ED)
Immer mehr mittelgrosse und grosse Hunde wie zum Beispiel Rottweiler, Berner Sennenhund und Retriever leiden an Ellenbogengelenk-Dysplasie. Vier dieser Missbildungen haben die folgende wissenschaftlichen Namen:
OCD: Osteo Chondrosis Dissecans des medialen Abschnittes des Trochanter Humeri und Osteochondrose am Humers Kopf, vereinfacht: Knorpel-Knochen-Erkrankung.
FPC: Fragmentierter Processus Corondeus medials, auch gebrocener innere Kronenforsatz genannt.
IPA: Isolierter Processus Anconaeus. Dies bedeutet, das der Kruemmungsforsatz des Ellenbogenhoeckers lose ist.
Diese Abweichungen werden unter dem Kuerzel ED zusammengefasst.
Das Fatale bei der ED ist, dass die oben aufgefuehrten Erkrankungen , oder besser gesagt deren Folgen, sowohl einzein als auch kombiniert auftreten koennen. Der hund leidet unter schmerzhafter Lahmheit, bewegt sich nur, wenn es eben sein muss, und auch die Gliedmassen koennen Fehlstellungen aufweisen. Die Beschwerden treten meistens waehrend der staerksten Wachstumsphase, also zwischen dem vierten bis achten Monat auf. Oft gibt es zwischen den verschiedenen Erkrankungen in Ellenbogengelenk nur geringfuegige Unterschiede. Es ist darum sehr wichtig, einwandfreie und qualitativ hochwertige Roentgenaufnahmen zu machen, um zu einer richtigen Diagnose zu kommen. Es empfiechlt sich daher, einen Spezialisten aufzusuchen.
Moegliche Ursachen fuer ED:
1. Eine starke Ueberbelastung in der Wachstumsphase, lange anstrengende Spaziergaenge, Fahrradfahren oder uebermaessiges Treppensteigen.
2. Zu reichliche Fuetterung, "hochwertiges"Welpenfutter oder Zufuegen von extra Vitaminpraeparaten an ausgewogenes Futter, das bewirkt eine Stoerung des Calcium/P-Verhaelnisses.
3. Erbliche Veranlagungen, obwohl sich bei diesem Punkt die Geister scheiden, dann man weiss noch nicht, welche Faktoren erblich sind.
4. Unfaelle, schwere Stuerze, Verstauchungen, Brueche und Tumore koennen ebenfalls ED verursachen.
OCD (Osteo Chondrosis Dissecans)
Waehrend der Wachtstumsphase kann es vorkommen, dass Knorpel nicht verknoechern. Diese Stellen bleiben dann dick und sehr empfindlich. Der Knorpel kann sich von der Unterschicht des Gelenks teilweise oder auch ganz abloesen und lose im Gelenk liegen bleiben. Der darunter liegende Knorpel verwaechst sie jedoch nicht mit dem abgerissenen Stueck und er fuellt auch das entstandene "Loch" nicht wieder auf. Durch diese Unregelmaessigkeiten im Gelenk entsteht Verschleiss. OCD offenbart sich haeftig so rund nach vier bis sieben Monaten und kommt meist beidseitig vor. Rueden erkranken in der Regel haeufiger als Huendinnen.
Bewiesen ist, dass eine zu reichliche Fuetterung (Welpenfutter!) und damit verbunden ein zu hoher Caliumwert OCD verschlimmert, Meistens handelt es sich um grosse, viel zu schwere Tiere, die nach aussen gedrehte Vorderbeine aufweisen ("franzoesisch stehen"). Eine Operation (Abkratzen der Knorpelschikcht) ist notwendig, garantiert aber keine hundertprozentige Heilung.
FDC (Fragmentierter Processus Coronideus)
An der Innenseite des Ellenbogens finden wir an der Elle ein Kochen-Stuekchen, das den Namen Processus Coronoideus traegt. Wenn er waehrend der der Wachstumsphase nicht richtig verknoechert, ist er instabil und kann abbroeckein, um dann lose im Gelenk liegen zu bleiben. Diese abgeloesten Sturcke verursachen immer einen Verschleiss im Gelenk (Arthrose). Es ist sehr schmerzhaft. Die Probleme treten meistens so ab drei bis zehn Monaten auf. 50 Prozent der Patienten haben es Nach drei Wochen zeigt sich Besserung.
IPA (Isolierter Processus Anconaes)
Eine andere stoerung ist die Abtrennung des Kruemmungsfortsatzes des Ellenbogenhoeckers, das auf aehnliche weise losslassen kann. Est nur mit knorpel verbunden und somit an dieser Stelle gegen mechanische Einwirkung geschwaecht. Der Processus Anconaes (PA) kann abreissen. In 30 Prozent der Faelle kommt es beidseitig voor, Das abgeloeste PA muss operativ entfernt werden. Eine Verbesserung des Zustanders zeigt sich relativ rasch, wenn der Verschleis noch nischt fortgeschriften ist.
Eine weiter Stoerung im Ellenbogengelenk kann das ungleiche Laengenwachstum von Speiche und Elle sein. Die teile passen nicht aufeinander. Es bildet sich eine stufe. Dieser Zustand kann sich normalisieren. Wenn der Defekt aber beim bereits erwachsenen Tier festgestellt wird, muss er behandelt werden.
Entropium/Ektropium
Entropium
Unter Entropium versteht man das Einrollen eines Lides. In der Regel ist das Unterlid betroffen. Solange die Welpen ihre Augen noch geslossen haben, ist die Lidstellung normal. Nach dem Offnen der Augen kommt es dann aber bald zum Einrollen und damit verbunden zu einer mehr oder weniger starken Reizung des Auges. Im besten Fall äussert sich das Entropium nur durch vermehrtes Tränen des betroffenen Auges. Es kann aber auch zu Hornhautveränderungen führen, im schlimmsten Fall kommt es zu einen Hornhautgeschwür, welches sogar durchbrachen kann, was den Verlust des Auges bedeutet. Betroffenen Hunde müsse aus der Zucht ausgeschlossen weren, such wenn sie duch einen operativen Eingriff eine normale Lidstellung erhalten haben. Eine solche Operation ist in den meisten Fällen ein leichter Eingriff mit einer guten Prognose.
Ektropium
Das Ektropium äussert sich durch ein starkes Herunterhängen der Lider.
Dadurch wird die Bindehaut exponiert und die Hunde neigen zu chronischen Bindehautentzündungen. Der Abfluss der Tränenflüssigkeit ist nicht gewährleistet und sie Lider können ihre Schutzfunktion nicht wahrnehmen. Betroffenen Hunde sind daher auch anfällig für Hornhautverletzungen. In ausgeprägten muss ein Ektropium operiert werden. Weil das Ektropium bei vielen Rassen ein typisches Merkmal ist, z.B. beim Bloohound, werden betroffene Tiere nicht von der Zucht ausgeschlossen.
Magendrehung
Der aufgegaste und/oder mit Futter ueberladene Magen dreht sich im Uhrzeigersinn um die Speiseroehre herum. Die Folge ist ein teilweiser oder auch voelliger Verschluss von Speiseroehre und Magenausgang. Der Magen wird sozusagen abgeklemmt, und durch die Einwirkung der Magensaeure auf das Futter entsteht Gas, das swn Magen immer mehr aufblaeht, da es nicht uebrigens kann. Die milz, die mit dem Magen ueber eine duenne Gewebeplatte, das sog. Netz verbunden ist, kann sich uebrigens mitdrehen. Es entsteht ein lebensbedrohlicher Zustand. Besonders haeufig sind grosse Hunderassen betroffen, die Magendrehung kann aber auch bei mittleren und kleinen Hunden auftreten.